Arthrose

Vor allem Halter betagter Hunde kennen das Problem: Sobald die Temperaturen fallen und nass-kalte Witterung herrscht, lässt sich der Vierbeiner kaum noch zur Bewegung motivieren. Die Ursache dafür liegt oft in den Gelenken: Die degenerative Gelenkerkrankung Arthrose verursacht gerade im Herbst und Winter vermehrt Schmerzen und kann damit die Beweglichkeit stark einschränken. Leider bleibt sie oft lange unbemerkt. Dabei sind eine möglichst frühzeitige Diagnose und Therapie für den Krankheitsverlauf entscheidend.
Aus diesem Grund solltest du die Gelenke deines Vierbeiners immer im Blick haben und auf erste Warnsignale achten. Welche das sind und wie sich die Lebensqualität deines Hundes möglichst lange erhalten lässt, erfährst du hier.


Die chronische Gelenkerkrankung geht mit einem stetigen Abbau des Gelenkknorpels einher und verursacht gerade bei Bewegung teils starke Schmerzen. Grundsätzlich kann Arthrose in jedem Gelenk entstehen, bei Hunden sind aber überwiegend das Kniegelenk sowie die Hüft- und Ellenbogengelenke betroffen.
Mögliche Ursachen von Arthrose
Die schleichende Zerstörung des Knorpelgewebes tritt häufig als altersbedingte Abnutzungserscheinung auf. Allerdings können auch junge Hunde eine Arthrose entwickeln – meist in Folge einer akuten Verletzung wie einer Prellung, Zerrung oder Stauchung, die nicht reibungslos und vollständig ausheilt und sich zu einem chronischen Geschehen auswächst. Daher solltest du mit deinem Hund auch bei einer zunächst harmlos erscheinenden Verletzung des Bewegungsapparates zum Tierarzt. Nur dieser kann gesichert feststellen, wie ernsthaft eine Verletzung ist und welche Therapie erforderlich ist.
Auch eine angeborene Fehlstellung der Gelenke sowie eine zu starke, zu frühe oder falsche Belastung des Gelenks nach einer Verletzung können Ursachen einer Arthrose sein. Übergewicht, Überbelastung sowie zu wenig oder zu einseitige Bewegung erhöhen ebenfalls das Risiko chronischer Gelenkerkrankungen.
Ein schleichender Prozess
Jeder Arthrose liegt eine Veränderung des Gelenkknorpels zugrunde. Diese führt nach und nach dazu, dass er unwiderruflich zerstört wird. Darüber hinaus zieht die Veränderung im Verlauf auch die weiteren Bestandteile des Gelenks in Mitleidenschaft: Der Prozess schädigt die unter dem Gelenkknorpel liegenden Knochenenden, die Gelenkkapsel sowie beteiligte Sehnen, Bänder und Muskeln. Das führt gerade bei Bewegung zu Schmerzen. In der Folge kommt es zu einer eingeschränkten Beweglichkeit bis hin zur chronischen Lahmheit und das schränkt die Lebensqualität des Vierbeiners teils drastisch ein.
Zwar ist eine Arthrose nicht heilbar, eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können den Krankheitsverlauf jedoch aufhalten oder zumindest verlangsamen.
Warnsignale erkennen und ernst nehmen
Um erste Anzeichen einer Arthrose zu erkennen, solltest du auf Verhaltensänderungen deines Hundes achten:
Geht dein Vierbeiner nicht mehr so gerne spazieren wie früher, fällt ihm das Treppensteigen zunehmend schwer und er ist selbst fürs Spielen und Herumtollen nicht mehr recht zu begeistern?
Ist er bei alltäglichen Bewegungen wie Strecken, Wälzen oder Kratzen eingeschränkt?
Hat er Probleme beim Aufstehen oder Ablegen, wirkt nach längerem Liegen zunächst etwas steif und benötigt Zeit, sich „einzulaufen“?
Reagiert er mit Schmerzen, wenn du bestimmte Gelenke oder Muskeln berührst?
Verändern sich die Bewegungen deines Hundes in den unterschiedlichen Gangarten (z.B. Schwanken in der Hinterhand beim Laufen) oder die Haltung im Stand?
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend

Zeigen sich derartige Veränderungen bei deinem Hund, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache abklärenzu lassen

Weitere Informationen zur Gesundheit von Hunden findest du auf www.vetepedia.de.

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